Vereinsgeschichte

Rück- und Ausblick

…so steht es auf der ersten Seite des Vereinsbuches geschrieben. Die Gründung des Vereines wurde im Gasthaus „Scharfes Eck“ vollzogen.

Die Gründungsmitglieder waren:

Willi Kreitlein

Theodor Schroll

Fritz Glück

Georg Kreitlein

Fritz Horneber

 

 Seitdem sind 40 Jahre ins Land gegangen, in denen der Verein Höhen und Tiefen, freudige Ereignisse und Ärger erlebt hat. Viele Anekdoten finden sich in den Vereinsbüchern wieder. Sie zeugen von einer Leidenschaft aller Vereinsmitglieder den Verein nach vorne zu bringen, die bis heute ungebrochen ist.

Stunde Null – Die Gründung der „Schmalzlerfreunde

Das „Scharfe Eck“ – würde es nicht in Markt Erlbach stehen, so könnte der Name auf ein etwas fragwürdiges Etablissement einer größeren Stadt hinweisen. Der Name irritiert, das „Scharfe Eck“ war ein kleines Gasthaus der Wirtsleute Kugler, dass direkt an der Kreuzung Hauptstrasse/Ansbacher Str. lag.

I. Die ersten Jahre 1966 – 1969

Kaum war die Gründung unter Dach und Fach, fand am 16.10.1966 die erste Mitgliedersammlung im Stammlokal statt. Anwesend waren 11 Mitglieder, die gleich eine erste Weihnachtsfeier beschlossen.

Es zeigte sich in der Folgezeit sehr bald, dass die Schmalzlerfreunde sich zu einem äußerst aktiven Verein entwickelten:

Januar 67 – Kappenabend (Highlights: Sahnewettessen und Schuhplattln) Februar 67 – Faschingsumzug

Am 06.05.1967 nahmen die Schmalzlerfreunde bei der ersten Deutschen Schnupfmeisterschaft teil. Austragungsort war Biberach, und so schnitten unsere Teilnehmer ab:

Hermann Eitel – Platz 36

Willi Kreitlein – Platz 41

Theo Schroll – Platz 63

Fritz Glück – Platz 68

Ein Bus mit 43 Personen begleitete die Schnupfer nach Biberach. Nur 40 fuhren mit dem Bus zurück. Die restlichen 3 Personen mussten auf andere Verkehrsmittel zurückgreifen (Taxi, Bahn). Den Grund hierfür haben wir leider bis heute nicht erfahren.

Überregionale Schnupferprobleme
Am 30.09.1967 fand die 1. Gründungsversammlung des Deutschen Schnupferverbandes in Dettenhofen statt. Hans Kreitlein, Theo und Richard Schroll nahmen daran teil. Mit der Gründung musste wohl noch etwas gewartet werden, da keine Einigung über die Satzung bei den teilnehmenden Vereinen zu Stande kam.

Der 2. Versuch wurde am 23.3.1968 in Auerbach unternommen. Auch hier wurde viel diskutiert, aber kein Konsens gefunden. Theo Schroll und der 1. Vorstand der Biberacher hatten sich am Rande der Versammlung auf die Gründung eines „Schwäbisch-fränkischen Schnupferverbundes geeinigt. Dieses Unterfangen wurde nach auseinander driftenden Meinungen zur Satzung begraben.

Am 12.10.1968 – bei Dritten Anlauf hatte sich auch der Deutsche Schnupferverband endlich konstituiert. Theo Schroll wurde als einer von drei Beisitzern in den
Vorstand gewählt.

Der erste Schnupfwettbewerb – 27.07.1968
Die Schmalzlerfreunde hatten schon seit längeren den Wunsch, einen Schnupfwettkampf auf Heimatboden auszutragen. Ende Juli war es dann soweit. In einer Art „Kreismeisterschaft“ fand im Vereinslokal das erste „Heimschnupfen“ statt. Hans Fellner aus Dietenhofen sicherte sich den ersten Platz mit 68 Punkten. Willi Kerschbaum aus Klausaurach folgte knapp dahinter mit 66 Punkten. Fritz Glück aus Markt Erlbach wurde mit 64 Punkten Dritter.

Die Hauptversammlung am 29.08.1968
Die Vereinsbücher berichten hier von dem Ausschluss zweier Mitglieder aus dem Verein. Eines der Mitglieder wurde wegen „Untergrabung des Vereins“ ausgeschlossen. So hatte sich das Mitglied u.a. über Gutscheine zur Weihnachtsfeierabfällig geäußert, um diese dann zu einen späteren Zeitpunkt trotzdem einzulösen. Damals hätte man halt schon ein Verfalldatum auf den Gutschein aufbringen müssen. Das andere Mitglied wurde 2 Jahre später wieder aufgenommen. Die Versammlung wurde übrigens nicht zu Ende geführt, da es keine Einigkeit über die Wahlvorschläge zum Posten des Kassiers gab. Die Hauptversammlung wurde am 06.09.68 wiederholt. Heutzutage ist dies kaum vorstellbar mehr, da solche Ämter in jedem Verein schwer zu besetzen sind.

Fränkische Schnupfmeisterschaft in Markt Erlbach
Neben Faschingsumzug, Kappenabend und Monatsversammlungen haben dieSchmalzlerfreunde am 10. Mai 1969 ein ganz besonderes Schmankerl für die heimische Bevölkerung geboten: Die 1.Fränkische Schnupfmeisterschaft im Gasthaus Popp. 50 aktive Teilnehmer aus den Vereinen, Dechendorf, Langenzenn, Peppenhöchstädt, Kucha, Püscheldorf, Nürnberg, Schrobenhausen, Biberach und Dettenhofen traten zum Wettkampf an. Erster fränkischer Meister wurde Peter Glück, gefolgt auf Platz 2 von Willi Kerschbaum. Den 3. Platz sicherte sich Karl Kretlein aus Dechendorf Im selben Jahr schaffte Peter Glück an der Deutschen Schnupfmeisterschaft den sagenhaften 8. Platz!

Das Jahr 1969 war somit nicht nur das Jahr der Mondlandung, sondern auch eines überaus aktiven und erfolgreichen Schnupfervereins.

 

II. Vereinskuriositäten in den 70er

Bei Durchsicht des Vereinsbuches wird deutlich, mit welchem Engagement alle Beteiligten zur Sache gingen. Regelmäßige Monatsversammlungen, Teilnahme an den Wettkämpfen, Verbandstagungen und interne Feiern. Die Vorstandschaft brachte unglaublich viel Zeit für Ihren Verein auf. Natürlich – wo gehobelt wird, fallen Späne. Nicht immer lief alles Rund. Der Vorstand war gefordert, seine Mitglieder auf „Kurs“ zu halten. Aber manche Beschlüsse und Gegebenheiten sind aus heutiger Sicht betrachtet, einfach nur zum Schmunzeln und zu Schade um in Vereinsbüchern zu verstauben.

Hier ein kleiner Auszug:
Beschluss in Monatsversammlung 5.9.1970:

„…Diejenigen Mitglieder, die sich bei Vereinsversammlungen ungebührlich benehmen, werden mit einem Ordnungsgeld von 5,–DM verwarnt.“

Beschlüsse in Vorstandssitzung vom 3.12.70:
„..die Vorstandschaft hält ab 1.1.71 alle 3 Monate im Stammlokal eine Aufklärungsstunde, um die unzufriedenen Mitglieder wieder beruhigen zu können

„es hat kein Vorstandsmitglied das Recht mehr, die Mitglieder außerhalb der Aufklärungsrunde abzuhören und Anweisungen zu geben“

Während einer Vorstandssitzung am 23.4.71:
„..da W. trotz Einladung nicht erschien, der die zweite Beschuldigung vorzubringen hatte, beschloss die Vorstandschaft die Versammlung ins Kleingärtnerheim zu verlegen, wo W. sich aufhielt. Als die Vorstandschaft im Kleingärtnerverein erschien und W. durch den 1. Vorstand aufgefordert wurde, seine Beschuldigung vorzubringen, verließ dieser durch das Abortfenster fluchtartig das Lokal“

Vorstandssitzung vom 23.1.1974:
„..Masken sind erwünscht. Nichtmaskierte müssen oder sollen 5,–DM für Musikbeitrag zahlen“ (also was denn nun?)

Außerordentliche Versammlung vom 30.10.1974

Ein hier nicht genanntes Vereinsmitglied. zwingt dem Verein eine Spende von 50,–DM auf.

Vorstandsitzung vom 19.11.1974

Da die Schnupfer des Öfteren nicht im Heimatfilm zusehen waren, wird 1975 kein Faschingswagen gebaut…

III. Deutsche Schnupfmeisterschaft in Markt Erlbach

An der Generalversammlung vom 28.08.71 hatten die Schmalzlerfreunde beschlossen, sich um die Teilnahme zur 5. Deutschen Schnupfmeisterschaft zu bewerben. In der darauf folgenden Monatsversammlung vom 16.10.71 wurden als Delegierte und Begleiter unser Verbandsvorstandsmitglieder Heinrich Konzelmann und Erwin Metzger gewählt. Gleichzeitig konnten sich in einer so genannten Vertrauensliste, vorbehaltlich des Zuschlags zur Austragung der Meisterschaft – die Mitglieder für. Die erforderlichen Vorbereitungen eintragen. Die Bereitschaft, aktiv bei der Meisterschaft mitzuwirken, gipfelte in einen Ausspruch von Heinrich Konzelmann: „Wir Mitglieder gehen mit – bis zum bitteren Ende!“ (Was er wohl damit gemeint hat?)
Am 23.10.71 wurde bei der Vollversammlung des SVD in Schrobenhausen der Austragungsort für die 5. Deutsche Schnupfmeisterschaft mit folgenden Stimmen festgelegt:

Markt Erlbach 19 Stimmen
Oberndorf 8 Stimmen

Erbach 2 Stimmen

Nun begannen die eigentlichen Vorbereitungen. In den nächsten zwei Monaten wurden Gaststätten abgeklappert und mit Zeltverleihern verhandelt. Am 11.12.71 wurde beschlossen, das Zelt zusammen mit dem Schützenverein zu mieten. Deren Fest schloss sich an die Schnupfmeisterschaft an.

Harte Zeiten für Festausschussmitglieder
Ein solches Unterfangen bedarf einer genauen Planung uns einem klaren Führungsstil. In die Satzung der Schmalzlerfreunde wurde daher folgender Passus aufgenommen:
Diejenigen Mitglieder, die den Festausschuss unterstehen müssen bei Veröffentlichung der beschlossenen Punkte 20,–DM Ordnungsgeld bezahlen. Bei zweimaligem Erscheinen in betrunkenen Zustand innerhalb des Festausschusses entfällt die Zugehörigkeit zum Festausschuss.

Der Festausschuss bestand aus der Vorstandschaft und folgenden Vereinsmitgliedern: Helmut Stieglitz, Leonhard Braunbeck, Heinrich Konzelmann, Hermann Meier, Robert Schuh (Ersatzmitglied)

Am 24.3.72 war der Vorsitzende des SVD, Kurt Gerster, zu einer Besprechung mit dem Festausschuss nach Markt Erlbach gekommen. Am Tag darauf fuhren Theo Schroll, Erwin Metzger und Heinrich Konzelmann nach Moosburg, wo die Regelkommission tagte.

In den nächsten Monaten nutzten die Aktiven jede Gelegenheit um ein Probeschnupfen durchzuführen.

Die bestellen 2000 Festabzeichen erwiesen sich als Fehldruck. „Markt Erlenbach“ anstatt „Markt Erlbach“ war darauf zu lesen. Das Malheur konnte jedoch noch rechtzeitig behoben werden.

Der Tag der 5. Deutsche Schnupfmeisterschaft am 15.7.1972
Nach einem Standkonzert am Marktplatz marschierte der Festzug, angeführt vom 1. Vorstand Theo Schroll in Richtung Festzelt. Schirmherr der Veranstaltung war MDL Dr. Werner Dollinger. Bei vollem Bierzelt und guter Laune wurde der Wettkampf durchgeführt.

Ergebnisse der Mannschaftswertung

Platz 1: Kucha
Platz 2: Dettenhofen
Platz 3: Markt Erlbach

Ergebnisse der Einzelwertung

Deutscher Meister – Platz 1: Alfred Bloß aus Kucha 65,50 Punkte

Die Ergebnisse unserer Aktiven konnten sich allemal sehen lassen:

Platz 10: Heinz Hammer 60,75 Punkte
Platz 11: Armin Nürnberger 60,50 Punkte
Platz 14: Roland Hammer 60,00 Punkte
Leonhard Braunbeck 51,50 Punkte
Peter Glück 56,75 Punkte
Fritz Horneber 46,75 Punkte

Insgesamt nahmen 81 Aktive Schnupfer teil, von denen jeder einen Preis erhielt.
2000 Besucher haben die Deutsche Meisterschaft in Markt Erlbach mit verfolgt.

10 Jahre Schmalzlerfreunde 1976

Vom 14. – 16.-Mai 76 wurde das 10-jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Das Fest begann bei grimmiger Kälte mit einem bunten Abend.
Am Samstag wurde das Pokalschnupfen des Schnupferverbands Deutschland ausgetragen. Ingesamt waren 16 Vereine mit 96 Aktiven am Start.
Bei dem durchgeführten Promi-Schnupfen ereignete sich eine kleine Panne beim Kampf zwischen zwei Schnupferdamen gegen ihre Ehemänner. Just als die zwei Paare auf der Bühne saßen, war der Schnupftabak aufgebraucht.
So war es also unmöglich, dass die Damen einmal ihren Männern überlegen waren.
Am Sonntag bot man der Bevölkerung noch mal ein prallvolles Unterhaltungsprogramm. Am Abend kam die Jugend mit der Band „Sound of Servants“ auf ihre Kosten.

IV. Am Wendepunkt – Schwere Zeiten für die Schmalzlerfreunde

1979 – 1984
In der Generalversammlung vom Januar 1979 wurde beschlossen, dass sich der Verein zukünftig nur noch der Geselligkeit widmet. Das Schnupfen (Teilnahme bei Wettkämpfen und Probeschnupfen) wird eingestellt. Begründet wurde dies damit, dass kein guter Nachwuchs im Verein vorhanden sei und die Aktiven keine durchschlagenden Erfolge in der letzten Zeit mehr aufweisen konnten. Dieser Beschluss ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, mit welcher Leidenschaft man doch bisher an Meisterschaften aller Art teilnahm, oder auch selbst austrug.

„Schnupfer auf der Flucht“

…so stand es auf einen Plakat während des Faschingsumzuges 1979 zu lesen. Auslöser hierfür waren Unstimmigkeiten mit den Besitzern des bisherigen Vereinslokals. Nach einigem Hin und Her mussten sich die Schmalzlerfreunde auf Wunsch der Wirtsleute eine neue Bleibe suchen. Nach 13 Jahren fand man mit dem „Roten Roß“ der Familie Lamprecht, ganz schnell ein neues Vereinslokal.

Kleine Besonderheiten aus dem Wirken der Vorstandschaft
Anmerkung d. Chronisten:

Alle Gegebenheiten sind belegt. Wir bitten den werten Leser, diese aber mit dem nötigen Augenzwinkern aufzunehmen…

Im März 1979 wurde von der Vorstandschaft eine Privatkasse eröffnet. Die anwesenden Vorstandsmitglieder mussten bei jeder Zusammenkunft 4,–DM bzw. 2,–DM entrichten. Bei zu spätem Erscheinen pro angefangene 5 Min waren 2,–DM fällig. Bei bemerkbarer Trunkenheit zu Beginn der Sitzung: 5,–DM. (Der Zustand wurde mit einfacher Mehrheit beurteilt). Bei zunehmender Trunkenheit während der Sitzung musste man scheinbar nichts zahlen. Beim früheren Verlassen – ohne driftigen Grund – kostete dies 5,-DM. Wer bei einer Sitzung nicht schnupft, musste 0,50 DM entrichten. Mit der Teilnahme an Monatsversammlungen und sonstigen Veranstaltungen war man offensichtlich nicht ganz zufrieden Die Mitglieder sollten durch diszipliniertes Erscheinen mehr an den Verein gebunden werden. So wurde in einer Monatsversammlung folgendes beschlossen:

„Zusammenkunft ist jeden Monat einmal, außer Juli und August. Jedes Mitglied ist verpflichtet vier Mal im Jahr zu erscheinen, da sonst die Mitgliedschaft zum 31.12.d. J. erlischt“

Zur Vereinsmeisterschaft wurde die Satzung wie folgt geändert:
„Ehemalige Mitglieder der Schmalzlerfreunde können bei der Vereinsmeisterschaft nicht am Gästeschnupfen teilnehmen“

Eine Generalversammlung mit Ecken und Kanten
Symptomatisch für die damalige Situation im Verein ist der Verlauf der Generalversammlung im Jahre 1982. Der bisherige 1. Vorstand Theo Schroll stand für den Posten nicht mehr zur Verfügung, erhielt aber kurioserweise im 1. Wahlgang 14 Stimmen. 21 Stimmen erhielt Hermann Eitel. Bei der Wiederholung fielen 26 Stimmen auf Hermann Eitel. Er nahm das Amt des 1. Vorstands unter der Voraussetzung an, dass er einen „erfahrenen 2. Vorstand“ zur Seite gestellt bekäme. Als Vize wurde Johann Feulner gewählt. Der damalige Kassier Werner Lunz, wurde aufgrund ausstehender Zinsschulden nicht entlastet. Nach der Versammlung gingen die Mitglieder mit gemischten Gefühlen nach Hause.

Hermann Eitel war keine 6 Wochen in Amt, als er schon mit vielerlei Kritik an seiner Amtsführung konfrontiert wurde. Er zog die Konsequenz und gab schriftlich bekannt, dass er für den Vorstandsposten nicht mehr zur Verfügung stehe. Nach einer Krisensitzung und einer außerordentlichen Generalversammlung am 16.06.82 wurde wieder Theo Schroll zum 1. Vorstand gewählt.

Werner Lunz wurde dort ebenfalls als bisheriger Kassier entlastet aber auch nicht mehr gewählt. Trotzdem Ende gut – alles gut!

V. Gemeinnützige Arbeiten – Schwerpunkt in den 80er Jahren

Vom Engagement der Schmalzlerfreunde außerhalb des Vereinslebens berichtet die Chronik erstmals 1973. An der Vorstandssitzung vom 23.03.73 wurde beschlossen, dass für den Heimatverein eine Wippschaukel gestiftet werden soll. Standort soll bei der Paul – Metzner – Hütte sein. Anfang Mai wurden gleich zwei Spielgeräte aufgestellt und dem Heimatverein übergeben. Am 28.11.75 veranstalten die Schmalzlerfreunde einen Unterhaltungsabend mit Tombola. Der Reinerlös wurde zu Gunsten des anstehenden Kindergarten-Neubaus gespendet.

Am 18.10.80 stellten die Schmalzlerfreunde bei strömenden Regen ein Klettergerüst für den evangelischen Kindergarten auf. 130 Arbeitsstunden wurden für diese Aktion gerne investiert.

Nach einer eher etwas passiven Zeit wollen die Schmalzlerfreunde 1984 wieder aktiver für die Gemeinde tätig sein. Man hat vor die Sitzbänke an den Wanderwegen der Gemeinde zu restaurieren. „Viele der Bänke sind so stark beschädigt, dass eine Erneuerung notwendig wäre. Auch die Schulbushäuschen bedürfen einen neuen Anstrich.“ Verhandlungen mit der Gemeinde werden aufgenommen. Der Gemeinderat sagt den Schmalzlerfreunden seine volle Unterstützung zu.

In knapp 500 Arbeitsstunden wurden im selben Jahr 115 Sitzbänke, 20 Tische, 28 Papierkörbe, 14 Schulbushäuschen und 2 Brücken frisch gestrichen. 4 Bänke und 2 Tische wurden völlig neu gebaut. Insgesamt haben die Schmalzlerfreunde bei diesem – sicherlich einmaligen Arbeitseinsatz – ca. 483 km. mit Privat – Pkw zurückgelegt.

Die Aktion „Anstrich der Schulbushäuschen“ wird ein voller Erfolg. Man spricht bereits davon, die „Gemeinnützigkeit“ zu erlangen. Allerdings muss der Verein mehr in die Jugendarbeit investieren. Prompt folgt der Vorschlag, auch Jugendliche unter 16 Jahre in dem Verein aufzunehmen.

1985 setzte man sich zum Ziel, den sehr maroden Waldlehrpfad wieder in Schuss zu bekommen. Der Lehrpfad wurde Anfang der 70er vom Heimatverein errichtet und trug Anfang der 80er deutliche Spuren des Verfalls. Aufgrund dessen wurde er nicht mal mehr in Prospekten des Fremdenverkehrsvereins erwähnt. Am 6.9.1987 baten die Schmalzlerfreunde zur Einweihung des neu gestalteten Waldlehrpfades.

Die gemeinnützigen Arbeiten der Schmalzlerfreunde wurden in der Presse zu Recht immer positiv erwähnt. Dieses Echo schlug sich auch – für den Verein vorteilhaft – bei der hiesigen Bevölkerung durch. Das Image der Schmalzlerfreunde wurde durch solche Aktionen immer besser.
Einigen Mitglieder waren aufgrund der Aktivitäten scheinbar doch etwas verunsichert. So wurde auf der Generalversammlung vom 18. Mai 1989 über die Ausrichtung des Vereins diskutiert:
„Sind die Schmalzlerfreunde etwa zu „grün“? Wie schaut’s mit der Teilnahme an Meisterschaften aus?“

Ja – auch für 1989 hatte man sich wieder einige gemeinnützige Aktivitäten vorgenommen. Trotzdem betonte der Vorstand ausdrücklich, dass die Schmalzlerfreunde nicht „grün“ angehaucht sind. Zur Frage der evtl. Teilnahme an Meisterschaften signalisierte Vorstand Theo Schroll, wieder eine „aktive“ Schnupfmannschaft aufzubauen, die den Verein würdevoll an Meisterschaften vertritt. Aufgrund der hohen Startgelder und sonstigen Auslagen war dies einfach in den letzten Jahren nicht möglich.

An der Generalversammlung 1990 wurde über die Gemeinnützigkeit des Vereins abgestimmt. Eine Satzungsänderung war die Folge, die von der komplett anwesenden Mitgliederversammlung befürwortet wurde.

Zum 1.1.1991 wurden die Schmalzlerfreunde Markt Erlbach offiziell als „gemeinnützig“ anerkannt.

Die gemeinnützigen Arbeiten werden bis heute durchgeführt. 1997 entstand unter den fachmännischen Augen von Roland und Gerhard Hammer die „neue“ Brücke am Tiefbuck.

Bis heute wurden und werden auch weiterhin Sitzbänke gestrichen bzw. erneuert.

Seit dem Jahr 2000 haben Mitglieder der Schmalzlerfreunde „Patenschaften“ für einzelne Bänke übernommen. D. h., sie kümmern sich von selbst um die Instandhaltung

VI. Umbruch in den 90er’n

Anfang der 90er ging eine Ära zu Ende.

Theo Schroll, der den Verein über 20 Jahre leidenschaftlich durch Höhen und Tiefen
geführt hatte, begann – aus gesundheitlichen Gründen – langsam die Weichen für seine Nachfolge zu stellen.
Ansprechpartner für die Mitglieder wurde Werner Lunz, der zu diesem Zeitpunkt bereits 1992 die Position des 2. Vorstands innehatte. Bei der Generalversammlung im März 92 wurde Lunz zum 1. Vorstand gewählt. Bis es soweit war, hatten die Schmalzlerfreunde allerdings noch alle Hände voll mit der Ausrichtung des 25-jährigen Vereinsjubiläums zu tun…

25 Jahre Schmalzlerfreunde
Am 25. und 26. Mai 1991 wurde das 25-jährige Jubiläum begangen. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein bereits 70 Mitglieder. Schirmherr Hermann Schaudi blickte in seiner bewegenden Begrüßungsrede zurück in die sehr bewegte Vereinsgeschichte.
Bürgermeister und stellvertretender Landrat „Adi“ Schilling (der durch den Schnupftabak nach eigenen Bekunden vom Rauchen bekehrt wurde) überreichte Theo Schroll für seine langjährige Vorstandstätigkeit den Wappenkrug des Landkreises.
Heimatchronist Heinz Feuerlein übergab als besonders Jubiläumsgeschenk ein gerahmtes und vergrößertes Titelblatt einer Tageszeitung von 1969 mit folgender
Überschrift: „Peter Glück als mittelfränkischer Schnupferkönig“

Generationswechsel 1992 bei den Schmalzlerfreunden
Am 14 Mai 1992 wird Werner Lunz an der Generalversammlung zum 1. Vorstand gewählt. Gleichzeitig wird Theo Schroll mit Votum aller anwesenden Mitglieder zum Ehrenvorstand gekürt.

Die nächsten Jahre machen sich die Schmalzlerfreunde „relativ“ rar. Natürlich werden weiterhin gemeinnützige Arbeiten verrichtet. Auch die internen geselligen Vereinsaktivitäten, sowie die jährliche Vereinsmeisterschaft bleiben ein fester Bestandteil des Vereinslebens.

Die jungen Wilden
Die leicht dramatische Überschrift lässt es vielleicht erahnen. In einem Artikel der FNZ zur Vereinsmeisterschaft 1996 wurde es ebenfalls bereits angedeutet: „Jugend findet wieder mehr Interesse an ausgefallenen Hobby“
Die Euphorie der „Neu-Mitglieder“ gipfelte in einem Antrag, anlässlich einer Monatsversammlung vom November 96. Hier wurde erstmals – seit langem – der Vorschlag geäußert, regelmäßige Probeschnupfen durchzuführen. Einer der treibenden Anarchi.. äh…Kräfte war kein anderer, wie unser jetziger 2. Vorstand Günter Hammer.
Die Vorstandschaft reagierte mit vorsichtigem Optimismus. Schließlich einigte man sich auf ein monatliches Probeschnupfen, wobei die „Youngsters“ die Organisation jeweils selbst übernehmen mussten.

Sehr schnell wurde aus dem monatlichen Probeschnupfen ein wöchentliches Ritual (dass übrigens bis heute aufrechterhalten wird). An dieser Stelle auch mal ein Dank an Susanne und Günter Hammer für die Bereitstellung der Räumlichkeiten!

Natürlich wollten unsere „neuen und auch alten“ Aktiven nicht nur Ihr Können in heimischen Kellern unter Beweis stellen. Natürlich war klar, dass man sein Schnupfertalent auch auf überregionaler Bühne präsentieren muss.

Im April 2000 traten die Schmalzlerfreunde Markt Erlbach zum zweiten Male dem Schnupferverband Deutschland bei. Der Weg zur Teilnahme an Schnupfmeisterschaften war somit geebnet.


Die Schmalzlerfreunde nach der Jahrtausendwende

Nachdem der prognostizierte Computer-Overkill und Atomkrieg ausblieb, konnten sich der Verein aktiv den Schnupfen zu wenden. Die Schmalzlerfreunde Markt Erlbach nehmen seit 2000 wieder regelmäßig an Meisterschaften des SVD teil. Egal ob, Bay. -, Oberpfalz. -, Fränkische -, Deutsche -, oder auch Weltmeisterschaft. Mannschaftstechnisch sind wir meist im Mittelfeld vertreten. In der Einzelwertung kann unser „Champ“ Günter Hammer auch bereits im ersten Drittel mitmischen.

Seit der Generalversammlung am 20.08.1967 liegen Aufzeichnungen darüber vor, welche Personen in der Vorstandschaft die Geschicke des Vereins bestimmten.


1966 – 1969

1. Vorstand: Georg Kreitlein
2. Vorstand: Leonhard Lauer bis 1968

ab 1968 Fritz Horneber
Kassier: Theodor Schroll
Schriftführer: Fritz Glück
Vereinsdiener: Konrad Löw bis 1968
ab 1968 Willi Kreitlein


1969 – 1971

1. Vorstand: Theodor Schroll
2. Vorstand: Willi Kerschbaum
Kassier: Hans Leitner
Schriftführer: Georg Keppe bis 1970
ab 1970 Erwin Metzger
Vereinsdiener: Willi Kreitlein
Beisitzer: ab 1970 Georg Keppe
ab 1970 Robert Schuh


1971 – 1973

1. Vorstand: Theodor Schroll
2. Vorstand: Willi Kerschbaum
Kassier: Johann Feulner
Schriftführer: Erwin Metzger
Beisitzer: Heinz Hammer
Georg Keppe
Heinrich Honzelmann


1971 – 1973

1. Vorstand: Theodor Schroll
2. Vorstand: Willi Kerschbaum
Kassier: Johann Feulner
Schriftführer: Erwin Metzger
Beisitzer: Heinz Hammer
Georg Keppe
Heinrich Honzelmann


1973—1975

1. Vorstand: Theodor Schroll
2. Vorstand: Armin Nünberger
Kassier: Heinrich Hofmann bis 1974
ab 1974 Else Hammer
Schriftführer: Erwin Metzger
Beisitzer: Heinz Hammer
Georg Keppe
Roland Hammer


1975 – 1977

1. Vorstand: Theodor Schroll
2. Vorstand: Armin Nürnberger
Kassier: Else Hammer
Schriftführer: Erwin Metzger
Vereinsdiener: Fritz Fleischmann
Beisitzer: Heinz Hammer
Georg Keppe
Hammer Roland


1977 – 1979

1. Vorstand: Theodor Schroll
2. Vorstand: Armin Nürnberger
Kassier: Else Hammer
Schriftführer: Herbert Herschmann von 2.7.1977 bis 3.12.1977
ab 3.12.77 Hermine Hammer
Vereinsdiener: Gerhard Hammer ab 1978
Beisitzer: Heinz Hammer
Roland Hammer
Sylvia Zürnstein


1979 – 1982

1. Vorstand: Theodor Schroll
2. Vorstand: Roland Hammer bis 1981
ab 1981 Sylvia Zürnstein
Kassier: Werner Lunz
Schriftführer: Hermine Hammer
Vereinsdiener: Gerhard Hammer
Beisitzer: Gerhard Hammer
Else Hammer bis 1981
ab 1981 Herbert Zürnstein
Sylvia Zürnstein bis 1981
ab 1981 Georg Kreitlein


1982 – 1987

1. Vorstand: Johann Eitel von 3.2.82 bis 16.6.82
ab 16.6.82 Theodor Schroll
2. Vorstand: Johann Feulner von 3.2.82 bis 16.6.82
ab 16.6.82 Johann Eitel
Kassier: Hans Eberlein
Schriftführer: Ursula Wießner
Vereinsdiener: Karl Wolf
Beisitzer: Johann Feulner bis 1983
ab 1983 Ernst Wießner
Georg Kreitlein
Hans Fischer


1987- 1992

1. Vorstand: Theodor Schroll
2. Vorstand: Manuela Boguth bis 1988
ab 1988 Werner Lunz
Kassier: Johann Eitel
Schriftführer: Ursula Wießner bis 1988
ab 1988 Harald Hermann bis 1989
ab 1989 Angela Magerkurth bis 1991
ab 1991 Hermine Hammer
Vereinsdiener: Karl Wolf
Beisitzer: Inge Peter
Helmut Peter bis 1988
ab 1988 – 1989 Gerhard Stauber
ab 1989 Andreas Hammer
Gerhard Hammer


1992 -1996

1. Vorstand: Werner Lunz
2. Vorstand: Gerhard Hammer
Kassier: Thomas Schroll 14.3.92 bis 9.11.92
ab 9.11.92 Gerhard Pfister
Schriftführer: Hermine Hammer
Vereinsdiener: Karl Wolf
Beisitzer: Hans- Jürgen Brunner bis 1993
ab 1993 Renate Schroll
Gerhard Pfister bis 1993
ab 1993 Walter Schmidt
Andreas Hammer


1996 – 2000

1. Vorstand: Werner Lunz
2. Vorstand: Gerhard Hammer
Kassier: Jürgen Ungerer
Schriftführer: Hermine Hammer
Vereinsdiener: Renate Schroll
Beisitzer: Walter Schmidt
Charlotte Lunz
Andreas Hammer


2000 – 2004

1. Vorstand: Werner Lunz
2. Vorstand: Günter Hammer
Kassier: Jürgen Ungerer
Schriftführer: Susanne Hammer
Beisitzer: Walter Schmidt
Thomas Seng
Andreas Hammer


2004 – 2008

1. Vorstand: Werner Lunz
2. Vorstand: Günter Hammer
Kassier: Jürgen Ungerer
Schriftführer: Susanne Hammer
Beisitzer: Walter Schmidt
Thomas Seng
Andreas Hammer


Festausschuß bis 2006

Georg Zeilinger
Roland Hammer
Jürgen Ihra
Michael Weilgony


2008 – 2012

1. Vorstand: Günter Hammer
2. Vorstand: Walter Schmidt
Kassier: Jürgen Ungerer
Schriftführer: Werner Lunz
Beisitzer:
Sebastian Möhrlein
Andreas Hammer
Daniel Schrammel bis 2009
ab 2009 Christa Schmidt

2012 – 2017

1. Vorstand: Günter Hammer
2. Vorstand: Walter Schmidt
Kassier: Sebastian Möhrlein
Schriftführer: Werner Lunz
Beisitzer:
Rainer Ebert
Markus Beck
Werner Brand

 

Die Vorstandschaft

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.